Online Marketing für kleine Unternehmen

Es ist mir durchaus bewusst, dass es schon unzählige Blogposts, Whitepapers, Anleitungen und sonstige Beiträge zum Thema “Onlinemarketing” gibt. Hier trotzdem meine persönliche Sicht auf das Thema, dies mit besonderem Fokus darauf, wie Onlinemarketing kleinen Unternehmen dabei helfen kann, die eignen Businessziele zu erreichen und somit erfolgreich zu sein.

Möchten Sie direkt loslegen? Hier geht’s direkt zu meinem 5-Punkte-Plan.

Was ist denn dieses Online Marketing?

Definitionen zu Onlinemarketing (oder Internet Marketing oder Web-Marketing oder digitales Marketing) gibt es bereits wie Sand am Meer. Grundsätzlich sind darunter sämtliche Werbemassnahmen zu verstehen, welche online stattfinden und bestenfalls ein vordefiniertes Ziel verfolgen.

Als Unterformen des Onlinemarketings gelten beispielsweise Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA), Social Media Advertising, Email-Marketing oder Marketing Automation. Idealerweise werden diese unterschiedlichen Disziplinen und Massnahmen in einem konzeptionellen Rahmen kombiniert.

Ist Onlinemarketing überhaupt geeignet für kleine Unternehmen?

Ooohh ja! 🙂

Gerade bei kleinen Budgets eignen sich Onlinemarketing-Massnahmen bestens. Hier kann mit vergleichsweise kleinem Einsatz eine grosse Wirkung erzeugt werden. Ausserdem können Zielgruppen (also diejenigen Personen, welche durch die entsprechenden Massnahmen angesprochen werden sollen), Laufzeiten der Massnahmen und andere Parameter genauestens eingestellt und nachträglich angepasst werden.  

Ein weiterer Vorteil von Onlinemarketing-Massnahmen besteht darin, dass entsprechende Resultate nach vergleichsweise kurzer Zeit zur Verfügung stehen und analysiert werden können. Dies auch dann, wenn die entsprechende Massnahme noch am laufen ist.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das Aufsetzen und Starten von Onlinemarketing-Massnahmen schnell getan ist. Hier kommt das grosse Aber: der Kern des Erfolges von Werbemassnahmen im Onlinebereich liegt nicht in der Umsetzung als vielmehr in der Konzeption. Folgende Fragen stehen bei der Konzeption von Onlinemarketing-Massnahmen im Zentrum:

  • Wie sieht meine Zielgruppe aus? Wie gross ist diese? Wo (d.h. auf welchen Kanälen) bewegt sich diese Zielgruppe?
  • Welche Herausforderungen und Problemstellungen hat meine Zielgruppe? Interessiert sie sich überhaupt für mein Produkt/meine Firma oder stehen andere Interessen im Vordergrund?
  • Welches Ziel verfolge ich mit meiner Massnahme? Auf welcher Grundlage kann bewertet werden, ob diese Massnahme erfolgreich war?

Können diese Fragen im Vorfeld schlüssig beantwortet werden, steht einer erfolgreichen Umsetzung nichts mehr im Wege.

Welches sind die grössten Unterschiede zwischen Massnahmen im Onlinemarketing-Bereich und klassischen Werbeformen?

Grundsätzlich erklärt es sich von selbst: Onlinemarketing-Massnahmen finden in der digitalen Welt statt (zum Beispiel Social Media, Banner, Email), klassiche Werbemassnahmen finden in der analogen Welt statt (zum Beispiel Plakate, Zeitungsinserate, Flyer, Radiowerbung). Hier aber trotzdem eine direkte Gegenüberstellung der wichtigsten Merkmale von digitalen und analogen Kommunikationsmitteln:

  • Online
  • Möglichkeiten der Zielgruppenauswahl
  • Messbarkeit
  • nötiges technisches Know-How
  • nötiges Budget
  • Zeitraum
  • Online
  • granular
  • einfach
  • mittel bis hoch
  • sehr klein bis sehr hoch
  • kurz- bis langfristig
  • Offline
  • grob
  • schwierig bis nicht möglich
  • eher tief
  • mittel bis sehr hoch
  • mittel- bis langfristig

Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass es beim Vergleich zwischen Online- und Offlinemassnahmen nicht um “entweder oder” geht, sondern vielmehr darum, wie sich die unterschiedlichen Werbeformen miteinander kombinieren und verknüpfen lassen. Denn genau diese Verknüpfung ist der grosse Hebel zum Erfolg. Eine Voraussetzung dafür ist die genaue Kenntnis über die entsprechende Zielgruppe. 

Was genau bringt mir Onlinemarketing?

Gerade für kleinere Unternehmen überwiegen die Vorteile von Onlinemarketing bei weitem. Vorallem die kurzen Umsetzungszeiten und die genaue Messbarkeit der einzelnen Massnahmen sind ein grosses Plus. Es ist ausserdem möglich, die Zielgruppe(n) der einzelnen Massnahmen genau einzuschränken, so dass diese auch schon mit einem kleinen Budget gezielt angesprochen werden können. So ist es beispielsweise möglich, nur diejenigen User anzusprechen, welche bereits eine bestimmte Seite der Firmenwebseite besucht haben.

Auch wenn noch keine vertieften Kenntnisse über die eigene Zielgruppe vorliegen: mit kleinen Tests, welche in kurzen Iterationen durchgeführt werden, können wertvolle Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die eigenen Wunschkunden ticken, wo sie sich bewegen und mit welchen Themen sie sich am liebsten beschäftigen. Und das mit weitaus kleinerem Aufwand als für eine Marktforschungs-Aktion nötig wäre.

Alles klar! Ich möchte starten, nur wie mache ich das?!


Theoretisch ist jetzt alles klar, aber wie gehen Sie vor, falls Sie es wirklich ernst meinen und Ihre erste Onlinemarketing-Massnahme planen wollen?

Hier mein 5-Punkte-Plan zur Umsetzung einer Onlinemarketing-Kampagne:

  • 1. WAS - Ihr Angebot

    Überlegen Sie sich zu beginn nochmals genau, was Sie eigentlich verkaufen möchten? Ist Ihr Angebot für jemanden Aussenstehenden einfach verständlich?
    Als hilfe zur Formulierung Ihres Angebotes dient folgende Formel:

    Ich helfe X um Y, indem ich Z.

    X = meine Zielgruppe
    Y = Herausforderung meiner Zielgruppe
    Z = mein Angebot

    Zum Beispiel: Ich helfe lernenden Autofahrern dabei, sich besser auf die Autoprüfung vorzubereiten, indem ich Ihnen eine geeignete App zu Verfügung stelle.

    Diese einfache Formulierung muss in der Kommunikation an Ihre Zielgruppe (z.B. auf Bannern oder in Social Media-Beiträgen) zwingend zu erkennen sein.

  • 2. WER - Ihre Zielgruppe

    Machen Sie sich ein genaues Bild über Ihre Wunschkunden. Welche Themen beschäftigen diesen Personenkreis? Wie ticken diese Personen? Auf welchen Kanälen halten sie sich auf, wo informieren sie sich?

  • 3. WIE - Themensetzung

    Wenn Sie wissen, wie Ihre Zielgruppe tickt und für welche Themen sie sich interessiert, dann wissen Sie auch, über welche Themen Sie diese Zielgruppe am besten erreichen können. Wichtig: in den meisten Fällen handelt es sich beim “Was” NICHT um ihr Produkt, sondern um die Problemstellung der einzelnen Personen.

  • 4. WARUM - Zielsetzung

    Welche genauen Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Onlinemarketing-Massnahme? Seien Sie möglichst spezifisch und quantifizieren Sie Ihre Zielsetzung. Nur so kann später bewertet werden, ob die Massnahme erfolgreich war oder nicht.

  • 5. WO - Kanalauswahl

    Abgeleitet von den Kenntnissen, welche Sie bei Punkt 2 über Ihre Zielgruppe gewonnen haben, können Sie entscheiden, auf welchen Kanälen eine entsprechende Onlinemarketing-Massnahme lanciert werden soll.

Haben Sie Was, Wer, Wie, Warum und Wo schlüssig beantworten können? Dann steht Ihrer ersten Onlinemarketing-Kampagne nichts mehr im Wege.