Online Marketing für Musiker

Aus meiner Erfahrung von 12 Jahren als Profidrummer weiss ich, dass sich die meisten Musiker naturgemäss lieber mit Musikmachen als mit Marketing oder Selbstvermarktung beschäftigen. Und das ist auch gut so.

Dennoch ist es aus meiner Sicht unerlässlich, sich mal ganz genau mit der Frage zu beschäftigen, wie genau denn die selbst erschaffene Kunst an die Frau und an den Mann gebracht, sprich: verkauft werden soll. Egal ob als Einzelmusiker oder als Band: irgendwie muss sich ja die nächste Produktion oder die nächste Tour finanzieren lassen. Da führt kein Weg daran vorbei, sich über Marketing und Kommunikation Gedanken zu machen.

Was für einen Musiker oder ein Band schnell nach Ökonomie, Profit und Büromief riecht, ist gar keine so wahnsinn grosse Sache. Was für Unternehmen in anderen Branchen auch funktioniert, kann ganz einfach in die Welt der Musiker runtergebrochen werden.

Hier mein 5-Punkte-Plan, wie auch dir und deiner Band das gelingen kann:

  • 1. Zielgruppen definieren

    Wird ein Musiker gefragt, welches denn seine Zielgruppe ist, kommts wie aus der Pistole geschossen: meine Fans. Ja stimmt, aber: lassen sich diese Fans in Gruppen aufteilen? Zum Beispiel “Fans, welche mein letztes Album gekauft haben” oder “neue Fans” oder “Fans welche meine Musik nicht kaufen aber an jedes Konzert kommen”? Oder noch spannender: die Zielgruppe “Leute, die meine Musik mögen könnten, mich aber noch gar nicht kennen”. 🙂

    Klar, die eigenen Fans sind eine der wichtigsten Zielgruppen. Höchstwahrscheinlich hat aber jeder Musiker und jede Band noch weitere Zielgruppen. Das könnten beispielsweise Clubs sein, oder private und geschäftliche Sponsoren, Firmen als Veranstalter von Firmenevents, usw.

    Warum diese Aufteilung nach unterschiedlichen Zielgruppen so wichtig ist, erfährst du im nächsten Schritt.

  • 2. Herausforderungen und Bedürfnisse der Zielgruppen

    So sicher wie das Amen in der Kirche: jede deiner Zielgruppen hat ganz unterschiedliche Herausforderungen und Bedürfnisse an dich als Musiker oder an deine Band. So möchte dein Super-Konzert-Besucher-Fan immer als erster darüber informiert werden, wo und wann der nächste Gig stattfindet und wie er am einfachsten zu seinen Tickets kommt. Der Veranstalter von Firmenevents jedoch möchte eine seriöse, unkomplizierte Band, welche perfekt zu seinem Event passt und auf die er sich verlassen kann.

    All diese unterschiedlichen Bedürfnisse müssen mit spezifischen Botschaft befriedigt werden. Denn ein Fan welcher bereits dein letztes Album gekauft hat, interessiert sich wohl nicht dafür, dass du ihm genau dieses Album eben jetzt verkaufen möchtest.

  • 3. Botschaften pro Zielgruppe definieren

    Definiere jetzt, mit welchen Botschaften du den Bedürfnissen und Herausforderungen deiner Zielgruppe entgegentreten möchtest. Das heisst: was ist es, was du zum Beispiel deinem potenziellen Sponsor mitteilen möchtest? Diese Botschaft lautet anders, als diejenige für deinen Super-Fan.

    Einige Beispiele:

    regelmässiger Konzertbesucher = bleibe auf dem Laufenden, wann wir in deiner Nähe spielen werden.
    Veranstalter Firmenevent = Wir machen Ihren Firmenevent zum vollen Erfolg.
    Konzertveranstalter = Wenn du uns buchst, hast du die Bude voll. Wir bringen nämlich alle unsere Fans mit.
    Leute, welche mich/meine Band noch nicht kennen = Magst du den Stil XY? Dann magst du auch unseren/meinen Sound.

    Warum ist die Definition dieser Botschaften pro Zielgruppe denn so wichtig? Das Zauberwort lautet hier: Relevanz. Denn wenn es den Empfänger deiner Kommunikation nicht interessiert was du ihm sagst, wird deine Message (und damit deine ganze Mühe) ganz einfach verpuffen. Wenn du also deine Hardcore-Konzertbesucher zum dritten Mal mit deinen Infos rund um dein Angebot zu Firmenevents langweilst, werden diese wahrscheinlich nicht davor zurückschrecken, sich von deinem Newsletter abzumelden.

  • 4. Kanalauswahl

    Nachdem wir jetzt darüber gesprochen haben, WEM (welcher Zielgruppe) wir WAS (welche Botschaft) sagen können, sollten wir uns noch mit dem WO (auf welchem Kanal) beschäftigen.

    Dabei ist die Frage entscheidend, WO (also auf welchem Kanal) sich deine unterschiedlichen Zielgruppen aufhalten. Du findest Twitter cool? OK, das ist zwar schön, aber bewegen sich deine Fans überhaupt auf Twitter? Wenn nicht, dann brauchst du dir auch nicht die Mühe machen, deine wohlüberlegten Botschaften dort auszuspielen.

    Stelle dir diese Fragen bitte, bevor du deine Accounts auf diesen Plattformen erstellst. Denn jeder eröffnete Account will auch gepflegt werden.

    Kommuniziere also mit deinen Zielgruppen auf denjenigen Kanälen, auf denen sie sich bereits bewegen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass sich Leute extra wegen dir einen Account auf einer zusätzlichen Plattform eröffnen werden.

  • 5. Budget frei machen!

    So, das Wichtigste und Schwierigste kommt für einmal zum Schluss: du wirst Geld brauchen um deine Zielgruppe wirklich ansprechen zu können. Denn wenn du deine Botschaften einfach auf deiner Facebook-Seite postest, wirst du bloss einen Bruchteil deiner Fans erreichen. Und so wird die nötige Wirkung definitiv ausbleiben.

    Die einzige Möglichkeit ist, mit bezahlten Posts (also mit Ads) zu arbeiten. Dabei hast du den Vorteil, dass sehr genau gewählt werden kann, welche Zielgruppe mit welchen Merkmalen und Interessen du ansprechen möchtest. Diese Möglichkeit bietet nicht nur Facebook, sondern alle gängigen Social Media-Plattformen.

    Damit du oder deine Band nicht unnötig Geld verschwendet, müssen solche Kampagnen seriös ausgesetzt werden. Das braucht Erfahrung und viel Know-How. Suche dir am besten jemanden mit genügend Erfahrung, welcher das für dich aufsetzen kann. Natürlich stehe ich dir hier gerne zur Verfügung. 😉

    Jetzt fragst du dich sicher: wie kriege ich denn die Kohle für eine solche Kampagne zusammen? Aus persönlicher Erfahrung würde ich da sehr pragmatisch vorgehen. Denn ich habe sehr oft gesehen, dass viel Geld in Equipment investiert wurde, welches zwar dem Musiker (oder dem Studio-Engineer) nützt, aber für die Zielgruppe – sprich: den Hörer – nicht wirklich relevant ist. Überleg dir mal: hört es Otto-Normal-Hörer wirklich, dass du deine Bassdrum mit einem 4’000-Euro-Mik aufgenommen hast? Würde die 300-Euro-Alternative nicht auch reichen?

    Wenn die Anschaffung von Equipment etwas massvoller geschieht, bleiben am Schluss noch ein paar Hundert Franken oder Euros für die Bewerbung der eigenen Musik übrig. Kommt dann die Musik wirklich bei deinen (zukünftigen) Fans an, kannst du dir die hammer-coole Gitarre oder das Vintage-Mikrofon danach immer noch kaufen. 🙂

  • 1. Zielgruppen definieren

    Wird ein Musiker gefragt, welches denn seine Zielgruppe ist, kommts wie aus der Pistole geschossen: meine Fans. Ja stimmt, aber: lassen sich diese Fans in Gruppen aufteilen? Zum Beispiel “Fans, welche mein letztes Album gekauft haben” oder “neue Fans” oder “Fans welche meine Musik nicht kaufen aber an jedes Konzert kommen”? Oder noch spannender: die Zielgruppe “Leute, die meine Musik mögen könnten, mich aber noch gar nicht kennen”. 🙂

    Klar, die eigenen Fans sind eine der wichtigsten Zielgruppen. Höchstwahrscheinlich hat aber jeder Musiker und jede Band noch weitere Zielgruppen. Das könnten beispielsweise Clubs sein, oder private und geschäftliche Sponsoren, Firmen als Veranstalter von Firmenevents, usw.

    Warum diese Aufteilung nach unterschiedlichen Zielgruppen so wichtig ist, erfährst du im nächsten Schritt.

  • 2. Herausforderungen und Bedürfnisse der Zielgruppen

    So sicher wie das Amen in der Kirche: jede deiner Zielgruppen hat ganz unterschiedliche Herausforderungen und Bedürfnisse an dich als Musiker oder an deine Band. So möchte dein Super-Konzert-Besucher-Fan immer als erster darüber informiert werden, wo und wann der nächste Gig stattfindet und wie er am einfachsten zu seinen Tickets kommt. Der Veranstalter von Firmenevents jedoch möchte eine seriöse, unkomplizierte Band, welche perfekt zu seinem Event passt und auf die er sich verlassen kann.

    All diese unterschiedlichen Bedürfnisse müssen mit spezifischen Botschaft befriedigt werden. Denn ein Fan welcher bereits dein letztes Album gekauft hat, interessiert sich wohl nicht dafür, dass du ihm genau dieses Album eben jetzt verkaufen möchtest.

  • 3. Botschaften pro Zielgruppe definieren

    Definiere jetzt, mit welchen Botschaften du den Bedürfnissen und Herausforderungen deiner Zielgruppe entgegentreten möchtest. Das heisst: was ist es, was du zum Beispiel deinem potenziellen Sponsor mitteilen möchtest? Diese Botschaft lautet anders, als diejenige für deinen Super-Fan.

    Einige Beispiele:

    regelmässiger Konzertbesucher = bleibe auf dem Laufenden, wann wir in deiner Nähe spielen werden.
    Veranstalter Firmenevent = Wir machen Ihren Firmenevent zum vollen Erfolg.
    Konzertveranstalter = Wenn du uns buchst, hast du die Bude voll. Wir bringen nämlich alle unsere Fans mit.
    Leute, welche mich/meine Band noch nicht kennen = Magst du den Stil XY? Dann magst du auch unseren/meinen Sound.

    Warum ist die Definition dieser Botschaften pro Zielgruppe denn so wichtig? Das Zauberwort lautet hier: Relevanz. Denn wenn es den Empfänger deiner Kommunikation nicht interessiert was du ihm sagst, wird deine Message (und damit deine ganze Mühe) ganz einfach verpuffen. Wenn du also deine Hardcore-Konzertbesucher zum dritten Mal mit deinen Infos rund um dein Angebot zu Firmenevents langweilst, werden diese wahrscheinlich nicht davor zurückschrecken, sich von deinem Newsletter abzumelden.

  • 4. Kanalauswahl

    Nachdem wir jetzt darüber gesprochen haben, WEM (welcher Zielgruppe) wir WAS (welche Botschaft) sagen können, sollten wir uns noch mit dem WO (auf welchem Kanal) beschäftigen.

    Dabei ist die Frage entscheidend, WO (also auf welchem Kanal) sich deine unterschiedlichen Zielgruppen aufhalten. Du findest Twitter cool? OK, das ist zwar schön, aber bewegen sich deine Fans überhaupt auf Twitter? Wenn nicht, dann brauchst du dir auch nicht die Mühe machen, deine wohlüberlegten Botschaften dort auszuspielen.

    Stelle dir diese Fragen bitte, bevor du deine Accounts auf diesen Plattformen erstellst. Denn jeder eröffnete Account will auch gepflegt werden.

    Kommuniziere also mit deinen Zielgruppen auf denjenigen Kanälen, auf denen sie sich bereits bewegen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass sich Leute extra wegen dir einen Account auf einer zusätzlichen Plattform eröffnen werden.

  • 5. Budget frei machen!

    So, das Wichtigste und Schwierigste kommt für einmal zum Schluss: du wirst Geld brauchen um deine Zielgruppe wirklich ansprechen zu können. Denn wenn du deine Botschaften einfach auf deiner Facebook-Seite postest, wirst du bloss einen Bruchteil deiner Fans erreichen. Und so wird die nötige Wirkung definitiv ausbleiben.

    Die einzige Möglichkeit ist, mit bezahlten Posts (also mit Ads) zu arbeiten. Dabei hast du den Vorteil, dass sehr genau gewählt werden kann, welche Zielgruppe mit welchen Merkmalen und Interessen du ansprechen möchtest. Diese Möglichkeit bietet nicht nur Facebook, sondern alle gängigen Social Media-Plattformen.

    Damit du oder deine Band nicht unnötig Geld verschwendet, müssen solche Kampagnen seriös ausgesetzt werden. Das braucht Erfahrung und viel Know-How. Suche dir am besten jemanden mit genügend Erfahrung, welcher das für dich aufsetzen kann. Natürlich stehe ich dir hier gerne zur Verfügung. 😉

    Jetzt fragst du dich sicher: wie kriege ich denn die Kohle für eine solche Kampagne zusammen? Aus persönlicher Erfahrung würde ich da sehr pragmatisch vorgehen. Denn ich habe sehr oft gesehen, dass viel Geld in Equipment investiert wurde, welches zwar dem Musiker (oder dem Studio-Engineer) nützt, aber für die Zielgruppe – sprich: den Hörer – nicht wirklich relevant ist. Überleg dir mal: hört es Otto-Normal-Hörer wirklich, dass du deine Bassdrum mit einem 4’000-Euro-Mik aufgenommen hast? Würde die 300-Euro-Alternative nicht auch reichen?

    Wenn die Anschaffung von Equipment etwas massvoller geschieht, bleiben am Schluss noch ein paar Hundert Franken oder Euros für die Bewerbung der eigenen Musik übrig. Kommt dann die Musik wirklich bei deinen (zukünftigen) Fans an, kannst du dir die hammer-coole Gitarre oder das Vintage-Mikrofon danach immer noch kaufen. 🙂